Der Buchstabe "T"

Buchstabe "T"

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Tag: (engl.: Namensschild, Nummernschild). Die einfachsten Graffitis, die reinen Unterschriften der Writer werden Tags genannt. Die einzige Aussage der Tags ist: Ich war hier. So werden Tags für die Eingeweihten zu einer neuen Kommunikationsform. Schon immer hinterließen Menschen ihren Namen auf irgendwelchen Wänden, und das schon seit Menschheitsgedenken. Die ersten Tags, die mit dem heutigen Writing zu tun haben, gab es in den Sechzigern in New York. Die Entwicklung zur Sub-Kultur begann erst in den Siebzigern. Zu den ersten Taggern zählen Julio 204, Taki 183 und andere. Spätestens durch den legendären Taki-Artikel in der New York Times wurde aus Graffiti ein Massenphänomen. Tags und die späteren Throw Ups stellen die Urform des Writing dar. New York und andere Städte in den USA waren bald übersät davon, selbst die Nahverkehrsmittel blieben nicht verschont. Nach gar nicht langer Zeit mußten sich die Writer etwas ausdenken, um mit ihren Graffitis noch aufzufallen. So wurden Tags gestylt und größer gemalt. Bald wurden Buchstaben mit Fill Ins entwickelt, die auch immer aufwendiger wurden. Heute werden in aller Welt Tags noch genau wie früher in der ganzen Stadt verbreitet, aber auch als Unterschrift unter Pieces gesetzt. Tags weisen in der Regel einen ausgearbeiteten Style auf, ähnlich wie bei den Pieces. In New York ist es üblich, daß sich ein HipHop-Aktivist einen Tag zulegt.

Tagger: Bezeichnung für Writer oder Gang-Mitglieder, die keine Bilder sprühen, sondern ihren Namen nur in Form von Tags hinterlassen. Die erste Writergeneration, der Taki 183, Julio 204 und andere angehörten sind ebenfalls als reine Tagger zu sehen.

Take: Begriff aus der Musikindustrie, der die einzelnen Aufnahmeversionen beim Aufnehmen eines Songs bezeichnet.

Tape: Allgemeine Bezeichnung für eine Audio-Kassette, ein Demotape, ein Mixtape, also eine von DJ's ineinandergemischte Zusammenstellung verschiedener Songs diverser Interpreten. Häufig verkaufen Rapper und DJ's ihre Tapes nicht nur in einschlägigen Läden, sondern auch auf Jams und Parties. In den USA werden bei solchen Veranstaltungen Tapes auch zu Werbezwecken für anstehende Veröffentlichungen verschenkt. In manchen Fällen wurden Tapes auch schon als Eintrittskarten für Parties benutzt.

Tape Kingz: Mixtape Unternehmen und Plattenlabel aus Brooklyn, New York (USA). Zu den Tape Kingz DJ's gehören unter anderem Funkmaster Flex, DJ Premier ( Gang Starr), Tony Touch (der mit inzwischen fast 60 Mixtapes der wohl aktivste von allen ist), DJ Mister Cee (früher bei der Juice Crew), Evil D (Da Beatminerz), PF Cuttin' ( Blahzay Blahzay)... Das 1992 von lan McNee gegründete Mixtapelabel expandierte nach einer Anzeige im Source Magazine recht schnell und wurde 1994 zu einem Untergrund Plattenlabel, das Singles von Acts wie Paula Perry, Finsta Bundy, Groupe Home und anderen verlegte. Auch in Deutschland sind seit 1997 fast alle, der auf der ganzen Welt begehrten Mixtapes erhältlich.

TCA: (The Chrome Angles) Writercrew aus Paris (F). Mitglieder u.a.: Mode 2 und Bando.

Technik: Bezeichnung für die Methode und Art des Vorgehens bei der Ausführung des MCings, Tanzens, Malens, Djings etc.

Technics SL 1210 MK II: Die Lebende Plattenspielerlegende. Alle professionellen DJ's, die mit Schallplatten arbeiten, benutzen auch diesen Plattenspieler. Die besonderen Merkmale dieses oft kopierten und doch nie erreichten Gerätes sind seine extrem lange Lebensdauer, selbst bei extremsten Belastungen (sogar ein einarmiger Handstand wurde schon auf einem sich drehenden Plattenteller ausgeführt). Die verstellbare Geschwindigkeit und die exakten und konstant präzisen Parameterwerte, machen diesen Plattenspieler für jeden HipHop-DJ unverzichtbar, denn kein anderes auf dem Markt erhältliches Produkt würde Tricks wie Scratching, Backspinning, Beatjiggling oder ähnliches erlauben.

Terrorist: Graffiti-Magazin aus Prag.

T-Flare: Begriff aus dem Breakdance der dasselbe wie einen Flare bezeichnet, wobei die Beine geschlossen bleiben.

"There is no Limit" Magazine: Graffiti-Magazin aus Zürich (CH). Wird in Co-Produktion mit 14-K produziert. Die Texte sind in englischer Sprache verfasst.

Third Rail: (engl.: Dritte Schiene) Synonym für Stromschiene. Die Third Rail ist vor allem auf U-Bahn Gleisen zu finden.

Throw Up: Bezeichnung aus dem Writing. (engl.: to throw up: sich übergeben, etwas hinwerfen). Bezeichnung für spezielle Graffitis, die in nur sehr kurzer Zeit gesprüht werden können. Meist handelt es sich dabei um Outlines ohne Fill ins, die in einem Stück gezogen werden. Typisch für Throw ups ist der Bubble-Style. Throw Ups zählen nach den Tags zu den Ursprüngen des Writing.

Time Warner Records: Bestandteil von Warner Inc.

Toasting: Eine Art Sprechgesang, den die Reagge DJ's aus Jamaica eingeführt haben. Die meisten Toasts sind deshalb auch mit einem hörbaren jamaikanischen Akzent versehen. Selbst von Rappern, die nicht aus der Karibik stammen wird diese Technik gelegentlich verwandt. Dazu kommt noch eine besondere Art, die Worte zu verformen und zu strecken, so daß man sie oft kaum noch erkennen kann.

Tombstones: Begriff aus dem Breakdance, der Tänzer hat die Beine ausgestreckt und verschlossen, die geraden Beine werden nun in einem Winkel von neunzig Grad zum Rumpf positioniert, so daß der Körper einem großen L gleicht.

Too Strong: HipHop-Gruppe aus Dortmund (D). Mitglieder: Der Lange, Doze, Zonic, DJ Brocke. Die Band gehört zu den bedeutendsten Gruppen im deutschen Raum und wurde in erster Linie durch die guten Live-Fähigkeiten bekannt. Einige Mitglieder sind auch als Writer aktiv, was ihnen ein großes Maß an Glaubwürdigkeit und Anerkennungen unter HipHoppern verschafft. Zu ihren wichtigsten Veröffentlichungen zählen die 94er "Innercity Funk" LP, die erste LP "Greatest Hits" und die EP "Rabenschwarze Nacht".

Tools: Siehe DJ-Tools.

Top Rocks: Begriff aus dem Breakdance für Top Rocks, Tanzschritte im Stehen.

Top to Bottom: Oder auch T-To-B ist die Bezeichnung für ein Graffiti auf einem Zug, der die Fläche vom Boden bis zur Dachkante einnimmt, jedoch nicht unbedingt wie ein Wholecar über die ganze Wagenlänge gehen muß. Die ersten Top-To-Bottoms wurden in New York in der ersten Hälfte der 70siebziger Jahre von Supercool gemacht.

Torch: (Frederick Hahn) Writer, MC, B-Boy aus Heidelberg, der seit den 80ern aktiv ist. Er gehört zu den Mitbegründern des 360 Grad Labels und zur Gruppe Advanced Chemistry. Bekannt wurde er hauptsächlich durch sein selbstsicheres, überwältigendes Auftreten bei Live-Shows und sein Talent als Rapper.

Total Chaos: HipHop-Gruppe aus Österreich (A). Mitglieder: Manuva, DBH Nach 8jähriger Zusammenarbeit konnten die beiden eine LP namens "Werwaswannwiewo" auf Move Records veröffentlichen. Zwischenzeitlich gehörte auch Don zur Gruppe Total Chaos. Sie arbeiten gelegentlich auch mit Blumentopf und I.L.L. Will aus Hamburg zusammen.

Toy: (engl.: Spielzeug). Oft abfällige Bezeichnung für Writer, die noch nicht sehr lange dabei sind und deshalb noch wenig Erfahrung haben und nicht besonders gut sind. Meist wird der Begriff auch auf Writer angewandt, die schon länger dabei sind, aber immer noch einen schlechten Style haben, biten oder bestimmte Dinge nicht "kapiert" haben. Bilder dieser Writer werden oft mit "Toy" ausgecrosst.

Toy-Style: Bezeichnung für einen Graffiti-Style der besonders schlecht oder gebited ist.

Train: Begriff aus dem Writing; englisches Wort für Zug, welches auch von deutschen Writern gebraucht wird. Trains spielen im Writing eine zentrale Rolle, schließlich ist hier die Kultur groß geworden. Die ersten Panels auf Zügen wurden 1972 von Supercool, Stay High und Phase2 in New York gemalt, als fahrende Leinwand, die durch die halbe Stadt fährt. So ziemlich jeder New Yorker Writer ist auf Zügen groß geworden. Daher haben Züge weltweit für die Writer Kult-Status. Während ein teil der New Yorker durch das viele Buffen von dem Trainbombing abgekommen ist, genügt es den Europäern die Aktion an und für sich gemacht zu haben, und wenn man Glück hat, noch ein Foto bekommen zu haben. Buffen, um den Witern den Ansporn zu nehmen ist in Europa ein nicht sehr wirkungsvolles Mittel.

Trainbomber: Begriff aus dem Writing. Writer, die sich auf das Besprühen von Zügen spezialisiert haben, werden Trainbomber genannt.

Trainbombing: Begriff aus dem Writing. Bezeichnung für das intensive Sprühen auf Zügen.

Train-King: Begriff aus dem Writing. Jemand der durch seine Graffitis auf Zügen Maßstäbe für andere setzt und dadurch ein hohes Ansehen in der Szene besitzt, wird als Train-King bezeichnet. Diese Maßstäbe können sowohl aufgrund der Quantität, als auch der Qualität gesetzt werden.

Transform: Begriff aus dem DJing, siehe auch: scratch.

Trash-Train: Begriff aus dem Writing, Writer bezeichnen die Züge die ausgesondert werden, um in die Werkstatt zu kommen oder die verschrottet werden als Trash-Trains, da es sich dabei oft tatsächlich nur um Müll handelt. Allgemein bringt das Besprühen von Trash-Trains keine Anerkennung bei den anderen Writern. Obwohl Trash-Trains für die Verschrottung vorgesehehen sind, wird ein Besprühen dieser Trains vom Staat strafrechtlich verfolgt.

Tribe: HipHop-Magazin aus Milan in Italien, dessen Schwerpunkt das Writing bildet.

Tribes Of Da Undaground: Kostenloses Magazin aus Frankfurt am Main im außergewöhnlichen Format. Das gedruckte Heft erscheint bundesweit und beinhaltet Themen aus verschiedenen Bereichen der Club-Music. Zu den Schwerpunkten gehören auch Rap-Musik und Graffiti.

Tribe Vibes: HipHop Radiosendung auf dem österreicher Radiosender Ö3 von und mit Werner Geier vom DJ-Team Demon Flowers, dem ehemaligen DMC Teilnehmer DJ D.S.L. (Stefan Biedermann) und Katharina Weingartner. Die Macher der Sendung, die sich durch die namenhaften Studiogäste hervortat, waren auch Initiatoren des Tribe Vibes & Dope Beats Talentewettbewerbs.

Trip Hop: Musikstil-Richtung, die aus der Verschmelzung von Clubmusik und Hiphop entstanden ist. Wie auch die HipHop-Musik, bewegen sich Trip Hop-Stücke im unteren Beatbereich und werden ebenfalls elektronisch produziert. Zu den wichtigsten Labels aus diesem Bereich zählen Mo' Wax und Ninja Tunes. Als wichtigste Interpreten seien DJ Coldcut, DJ Krush, DJ Vadim und DJ Depth Charge genannt.

True Colorz: Englischsprachiges Graffiti-Magazin aus Rotterdam. True Colorz zählt neben dem Bomber-Magazin zu den wichtigsten Graffiti Magazinen aus den Niederlanden.

True School: Synonym für Old School.

"True To The Game": 1. Begriff aus dem Writing. Bezeichnung dafür, daß jemand real ist und mit dem ganzen Herzen bei einer Sache ist. 2. Graffiti-Magazin aus Berlin, in dem ausschließlich Züge gezeigt werden. Mittlerweile besteht eine enge Zusammenarbeit mit "Steel Is Real" aus Frankfurt am Main.

Tuff Stuff: Graffiti-Magazin aus Aschaffenburg, welches seit 1992 erscheint.

Tuff Times: HipHop-Magazin mit Schwerpunkt Rap und Graffiti aus Lausanne in der Schweiz. Die erste Ausgabe erschien 1989. Das Heft erschien seit 1992 regelmäßig, wobei es anfangs noch ein Schwarz-Weiß-Heft war, daß sich nach und nach zu einem professionellen Magazin entwickelte. Die Texte sind in Französisch geschrieben.

T-To-B: Bezeichnung aus dem Writing, dient als Abkürzung für TopTo-Bottom.

Turf: (engl.: Boden, Rennbahn, Revier). In New York bezeichneten die Gangs das von ihr beanspruchte Gebiet als Turf. Besonders in den 60er und 70er Jahren galt es als Kriegserklärung, wenn jemand aus einer befeindeten Gang das Revier der anderen betrat.

Turntables: Synonym für Plattenspieler, wörtlich übersetzt: Drehtische.

Turtles: Begriff aus dem Breakdance. Turtles gehören zu den Floats. Der Tänzer dreht sich waagerecht über dem Boden. Die Gliedmaßen sind dabei angezogen.

Twists: Begriff aus dem Breakdance. Die Twists gehören zu den Powermoves. Hiermit bezeichnet man alle Drehungen um die Körperlängsachse. (Luftsprünge)

Two-Car: Bezeichnung für ein Graffiti auf einem Zug, das sich über zwei Waggons erstreckt. Wenn es sich dabei um einen Doppel-Wholecar handelt spricht man auch von einem Married Couple.

T-2-B: Begriff aus dem Writing. Abkürzung für Top-To-Bottom.



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