Der Buchstabe "W"

Buchstabe "W"

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Wak: (von "out of whack") Bezeichnung für etwas, was besonders schlecht ist.

Wanted: Graffiti-Magazin aus Spanien, welches sich überwiegend dem Trainbombing widmet.

Wax: Synonym für Vinyl.

Weep Not Child: HipHop Gruppe aus Deutschland. Mitglieder: Duke T, Fonk Free, DJ André. Ihre erste Veröffentlichung aus dem Jahre 1993 "From Rostock To Hoyerswerda" war eine direkte Anspielung auf die rechtsextreme Gewalt in Deutschland, speziell in den fünf neuen Bundesländern. 1994 folgte eine 12" mit dem Titel "Je Ka Bere" und ein Jahr darauf die LP "Liberation Thru Music & Lyrics".

Welskop, Andreas: Gründer der Swat-Posse. Der ehemalige Manager von Gruppen wie Campanella und Macher von Cannibal Cartel arbeitete bis Anfang der 90er in diversen Jugendeinrichtungen und Medienbereichen. Im März 1991 rief er mit André Langenfeld S.W.A.T. ins Leben und wurde tragender Bestandteil. In unstoppbarem Arbeitseifer organisierte er uneigennützig HipHop Veranstaltungen und die Produktion von Videodokumentationen, des Vibrazone Samplers und des S.W.A.T. Inzines. Er war eine der treibenden Kräfte im Aufbau einer Art Infrastruktur der HipHop Szene in Deutschland. Mitte der 90er zog es ihn nach Köln. Dort kümmert er sich nun um die Belange von MZEE und managed MC Rene.

West Coast: Bezeichnung für die Westküste der Vereinigten Staaten. Hier entwickelte sich im Laufe der Jahre eine Szene mit eigenen stilistischen Merkmalen. Hier entstanden Popping und Locking. Ein typisches Merkmal für an der Westküste angesiedelte HipHop Musiker ist die Vorliebe für Funk. Die West Coast ist nicht nur Ursprungsort des Gangsta Rap. Von dort stammen nicht nur NWA und Snoop Doggy Dog, sondern auch Gruppen wie Digital Underground und The Pharcyde. Besonders deutlich ist die Polarisierung zwischen Bay Area und LA.

Wheels Of Steel: Synonym für Turntables.

Wholecar: Bezeichnung aus dem Writing. Ein Zugwaggon, der über die gesamte Fläche, also von unten nach oben und von einem Ende zum anderen besprüht ist, wird als Wholecar bezeichnet. Für einen Wholecar erhält ein Writer mehr Respekt, als zum Beispiel für ein Panel, da Wholecars wesentlich mehr Zeit und Aufwand erfordern und so ein größeres Risiko für den Writer darstellen. Wholecars werden besonders schnell aus dem Verkehr gezogen, da die Scheiben zugesprüht sind und Wholecars die im Verkehr sind, besonders animierend auf andere Writer wirken. Der erste Wholecar wurde in der ersten Hälfte der Siebziger von Honda in NewYork gemacht. Die Idee war aber schon seit dem ersten Top To Bottom von Supercool vorhanden.

Whole Train: Ein Zug, der über die ganze Länge besprüht ist, wird Wholetrain genannt. In der Regel besteht ein Wholetrain aus einzelnen Wholecars. Wenn bei einem Zug alle Waggons mit Panels besprüht sind, spricht man von einem Window-Down-Wholetrain. Der erste Wholetrain wurde von Japan 1 in New York gesprüht. 1976 wurde der Freedom-Train gemacht, der in die Geschichte einging. Wholetrains werden nur sehr selten gemacht, da diese viel Zeit und Material erfordern.

Wildstyle: 1. Begriff aus dem Writing. Bezeichnung für einen besonders aufwendigen und für Außenstehende schwer zu entziffernden WritingStyle, der durch seine komplizierten und verschlungenden Buchstaben auffällt. Einen guten Wildstyle zu sprühen, schaffen nur wenige Writer. Die ersten Wildstyles entstanden in NewYork in den 70er Jahren. Als einer der Urväter muß Phase 2 genannt werden. 2. Titel eines HipHop-Filmes aus dem Jahre 1982, der in Europa als ein "Geburtshelfer" der HipHop-Bewegung gilt. Er stellt die erste authentische Dokumentation von HipHop im Spielfilmformat dar. Nahezu alle Mitwirkenden standen auch in engem Bezug zu HipHop. Der Soundtrack des Filmes wird noch immer regelmäßig auf HipHop-Jams von DJ's aufgelegt und erlangte schnell Kultstatus.

Willie: 1. Bezeichnung für eine Person mit viel Geld und einem hohen Status in der Neighbourhood. Gern wird ein (Big-) Willie-Style besonders von den eher auf Vermögen orientierten Rappern aufgesetzt. 2. Synonym für das männliche Geschlechtsorgan.

Window Down: Bezeichnung aus dem Writing. Synoym für Panel. Ein End-To-End, der aus Panels besteht, wird oft auch Window-Down-Wholecar genannt.

Window-Down-Wholetrain: Bezeichnung aus dem Writing für einen Zug, der über die gesamte Länge unterhalb der Fenster besprüht ist.

Won: Writer aus München (D). Aktiv seit 1984. 1988 gründete er zusammen mit Cowboy 69 die Gruppe ABC (Art Bombing Clan), der auch Show und Dare angehören. Er ist genau wie Cowboy besonders für seine aufwendigen Masterpices und Characters bekannt. 1996 wurde er wegen seiner Züge zu einer Bewährungsstrafe von 6 Monaten verurteilt.

Wordcup: HipHop-Sendung auf dem Musiksender VIVA, die von Tyron Rickets, Mitglied der Gruppe Mellow Bag, moderiert wird. Die Sendung legt großen Wert auf Interviews mit HipHop-Aktivisten und Musikvideos.

"Word Is Bond": Diese Redewendung drückt die absolute Korrektheit eines zuvor geäußerten Statements aus und stammt ursprünglich aus der Sprache der Börsenmakler, wo es etwa die Bedeutung hatte von, "Mein Wort ist gut genug".

Word Up: heißt soviel wie "Genau, Richtig" (ähnlich wie "true that").

Worm: 1.Synonym für Two-Car 2. Begriff aus dem Breakdance, hierbei liegt der Bauch des Tänzers auf dem Boden, gleich einem Wurm beginnt der Tänzer Wellen durch seinen Körper laufen zu lassen, die am Kopfende anfangen und bis zu den Füßen gehen.

Writing: (engl.:"Schreiben") Eine Teilkultur des HipHop, die sich zunächst unabhängig von den übrigen entwickelte. Der Unterschied zu den anderen Teilkulturen des HipHop liegt vor allem im überwiegend illegalen Charakter des Writings. Dadurch kann des Writing beispielsweise nicht so wie das MCing kommerziell werden, wodurch es sich seit den 80ern weitaus weniger verändert hat. Allerdings hat sich durch die Entwicklung der Sprühtechniken in den 70ern die Aerosol Art als ein Ableger herausgebildet. Zusätzlich ist die Writing-Szene im Allgemeinen viel verschlossener und die Akteure bleiben im Wesentlichen anonym. Die Idee, die dem Writing zugrunde liegt, ist Werbung für den eigenen Namen zu machen. Dabei wird jener überwiegend in der Öffentlichkeit mit Stift oder Sprühdose verbreitet. Derartiges kam zu allen Zeiten vor, doch daraus entwickelte sich in den späten 60ern in den USA eine ganze Jugendkultur, die Begriffen wie Schrift, Kommunikation, Gestaltung oder auch Eigentum eine volkommen andere Bedeutung verlieh. Über die Anfänge zu berichten, ist nicht ganz einfach, da diese kaum dokumentiert sind. Blackbooks und die Angewohnheit, die eigenen Sachen zu fotografieren (bevor sie wieder entfernt werden), kamen erst wesentlich später auf. Als Geburtsort des Writings gilt New York, obwohl zeitgleich auch in anderen Städten wie Philadelphia Ähnliches geschah. Schon sehr früh wurde von den Medien die Bezeichnung Graffiti eingeführt, die von der Allgemeinheit auch so übernommen wurde. Diese ist jedoch recht unpräzise, da Graffiti für Wandmalereien im Allgemeinen steht, während es beim Writing ganz speziell um den Namen und dessen Verbreitung geht. Um das Jahr 1968 begannen immer mehr jugendliche in New York ihren Titel mit Markern zu hinterlassen. Wie ein Lauffeuer breitete sich jene Manier aus. Immer mehr jugendliche waren fasziniert davon und schlossen sich an. Die ersten wichtigen Namen zu dieser Zeit waren unter anderen Coco 144, Julio 204, Stay High 149, Taki 183. Besonders zu dieser Zeit war es typisch hinter den Namen noch eine Nummer zu setzen, die einen Hinweis auf die Herkunft gab. So konnte diese Zahl für eine Straßen- oder Hausnummer stehen. Bis heute ist dies durchaus noch normal. Für die Gangs, für die es typisch war, ihr Revier mit ihrem Namen abzugrenzen, war es beeindruckend und nahezu unverständlich, daß es auf einmal einige Teenager wagten, ihren Namen in der gesamten Stadt zu verbreiten. Zum Teil bekamen sie dafür von den Gangs großen Respekt ausgesprochen. Als im Sommer 1971 in der New York Times das legendäre Taki 183-Interview erschien, war dies nicht nur das erste Mal, daß dieses Thema in das Interesse der Öffentlichkeit gerückt wurde, sondern es war vor allem eine Animation für viele andere jugendliche, dies nachzuahmen. Die meisten Writer der ersten Generation kamen aus Manhattan, der Bronx und Brooklyn. Writercrews gab es zu dieser Zeit noch nicht. Nach wenigen Jahren war die New Yorker Innenstadt mit Tags bedeckt und das Writing breitete sich durch Sprüher wie Phase 2 und Lee 163d! auch in anderen Bezirken New Yorks aus. Schon bald genügte es nicht mehr seinen Namen möglichst oft zu verbreiten, um in der Masse noch aufzufallen. Man mußte sich etwas Neues einfallen lassen. Writer wie Barbara 62, Fuzz, Hulk, Joe 136, Joe 182, Kool Herc, Phase2, Stay High, Tree 127 und andere, die in den frühen 70ern bestimmend waren, kamen nach der "Entdeckung" der Sprühdose schnell auf die Idee, die Buchstaben größer zu machen, auszufüllen, mit Designs zu versehen, DreiD-Effekte und Schatten an die Buchstaben anzubringen oder einen Background zu malen, durch den die Buchstaben besser zur Geltung kommen sollten. Die ersten "richtigen" Bombings und Pieces entstanden in der ersten Hälfte der 70er. Damals entwickelte sich das Writing zu dem, was es heute ist. Sehr früh begannen die Writer die größte Aufmerksamkeit dem öffentlichen Nahverkehrssystern zu schenken und die dort eingesetzten Züge als Leinwand zu benutzen. Praktisch jeder Writer, der zu den ersten Generationen in New York zählt, ist auf Zügen "groß geworden". Um 1972 wurden die ersten Panels gemalt, nachdem in den Jahren zuvor überwiegend Outside und Insidetags gemacht wurden. Wenig später gehörten Panels, Top-To-Bottoms oder Wholecars in das Stadtbild. 1974 begann das New Yorker Transportunternehmen, der MTA damit, die Züge systematisch zu buffen, womit ihnen bis in die 80er Jahre nur wenig Erfolg beschieden war. Zu dieser Zeit erschienen bereits die ersten Bücher zum Thema Writing, die sich aber überwiegend mit den Tags beschäftigten und von Außenstehenden geschrieben waren, die sich kaum mit der Problematik auskannten und über die Motivation zum Writing in den meisten Fällen nur spekulieren konnten. Wichtige Graffiti-Vereinigungen, wie NOGA oder die United Graffiti Artists entstanden. Bis zum Ende der 70er Jahre blieb das Writing auf New York und einige andere Großstädte der USA beschränkt. In den 80ern wurde es von der New Yorker Kunstszene entdeckt und fand so den Weg in die Galerien, wo sich ein Teil davon zur Aerosol Art entwickelte. Zu dieser Zeit befand sich das Writing in New York auf seinem Höhepunkt. Filme wie Style Wars und Wild Style wurden gedreht, die ersten Graffiti-Magazine erschienen. Als Ergebnis dieser Entwicklung breitete sich das Writing an der Westküste der USA und vor allem in Europa und Australien aus. Bereits Ende der 70er Jahre gab es die ersten Writer in Europa, doch erst in den 80er Jahren entwickelte sich auch hier eine echte Jugendkultur daraus. Die ersten wichtigen Zentren des Writings in Europa waren die Niederlande, Paris, London, Kopenhagen und Stockholm. In Deutschland waren es vor allem München und das Rhein/Ruhrgebiet. Writer wie Mode 2, Bando, Gor, Gawki, Loomit trugen zur internationalen Verknüpfung der Szene bei. Als gegen Ende der 80er Jahre die Writer der Metropole New York immer stärker unter der Strafverfolgung zu leiden hatten und viele Writer der ersten Generation in die Galerien gingen, wurde NewYork langsam wieder etwas "sauberer". Nach und nach wandelte sich das Writing wieder mehr zu einer kleineren Untergrund-Szene. Jetzt übernahm die Szene in Europa die Führung, viele der wichtigsten neuen Entwicklungen geschahen seitdem hier. In den 90er Jahren, nach der Öffnung des Ostblocks, breitete sich das Writing auch dort aus. New York wird seither immer mehr von "Writing-Touristen" aus Europa besucht. Weltweit gab es einen Boom an Graffiti-Magazinen und Büchern.

Writer: Bezeichnung aus dem Writing. So nennen sich die "Graffiti Sprüher" selbst.

Writercorner: Bezeichnung aus dem Writing. Die Writer nennen ihre Treffpunkte Writercorner. Sie befinden sich meist an öffentlichen Orten, wie zum Beispiel auf Bahnhöfen. Durch die Kriminalisierung der Szene werden diese Treffpunkte meist von Sicherheitsdiensten polizeilich überwacht, um die Writer so leichter strafverfolgen zu können. Dadurch wechseln die Orte der "Corners" recht häufig.

Writercrew: In der Regel schließen sich die Writer zu Gruppen zusammen. Die ersten Writercrews bildeten sich zu Beginn der 70er Jahre in New York. Eine Crew verschafft den Writern nicht nur mehr Sicherheit beim Malen, sondern auch eine eigene Identität.

Writergruppe: Bezeichnung aus dem Writing für eine Writercrew.

Wulf: Begriff aus dem Breakdance. Der Wulf gehört zu den Floats. Der Tänzer schwebt mit seinem Körper waagerecht über dem Boden, wobei nur die Hände Bodenkontakt haben.

Worm: 1.Synonym für Two-Car 2. Begriff aus dem Breakdance, hierbei liegt der Bauch des Tänzers auf dem Boden, gleich einem Wurm beginnt der Tänzer Wellen durch seinen Körper laufen zu lassen, die am Kopfende anfangen und bis zu den Füßen gehen.



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